Weide

Trocken Kalkstein Wiesen befinden sich an den südwestlichen Hängen des Papuk. Der Boden der Wiesen ist ziemlich flach und trocken. Die Kalkstein Wiesen sind reich an Flora und Lebensräumen seltener Arten, so wie es die Orchidee, Fliegen Popcorn (Ophrys insectifera), kleine Orchideen (Orchis tridentata) und der Pannonische Klee (Trifolium pannonicum) sind.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Gebiet Turjak-Mališćak-Pliš-Lapjak beinhalten isolierte Lebensräume des kontinentalen Karts mit einzelnen offenen Wiesen und Lebensräumen in welchen sich eine spezifische, seltene und gefährdete Kraut-Flora entwickelt hat, wie die blaue Windblume (Pulatilla grandis), der zarte Schlangenkopf (Fritillaria orientalis), das Häschen (Phyteuma orbiculare) und der kaukasiche Fluch (Doronicum orientale).Das botanisch sehr wertvolle Gebiet Turjak, ist Lebensraum für die kleinste Eidechse in Kroatien – Ivanjski rovaš (Ablepharus kitaibelii).

Feuchte Wiesen decken sehr kleine Gebiete, doch sind sie Lebensraum für eine der gefährdeten Pflanzenarten in Kroatien – des Lungen Enzian (Gentiana pneumonanthe) und dem blauen Sumpfschmetterling (Phengaris alcon alcon) – einem kritisch gefährdeten und streng geschützten Schmetterling.

Wegen seinem interessanten und komplexen Lebenszyklus, war der blaue Sumpfschmetterling immer Gegenstand vieler Forschungen. Nämlich, dieser Schmetterling kommt immer auf einem bestimmten Lebensraumtyp vor – feuchte Wiesen, wo ihre Ernährungspflanze, der Lungen Enzian (Gentiana pneumnanthe), und seltener der Wald Enzian (Gentiana asclepiadea) wächst, an denen Gastgeber-Ameisen aus der Gattung Myrmica anwesend sind. Erwachsene blaue Sumpfschmetterlinge erscheinen während Juli und August, wenn sie nach der Befruchtung ihre Eier auf die Ernehrungspflanze ablegen. Nach etwa zehn Tagen, schlüpfen aus den Eiern kleine OLYMPUS DIGITAL CAMERARaupen die sich in die Blütenknospen verkriechen, wo sie sich von Teilen der Pflanze ernähren. Nach etwa drei Wochen, an einem warmen Abend, wenn die Ameisen am aktivsten sind, beißen sich die Raupen einen Ausgang aus der Blüte und lassen sich an einem Seidenfaden hinunter zum Boden gleiten. Am Hinterteil verströmen sie eine süße Flüssigkeit, welche die Ameisen anzieht und welche sie deswegen in ihre Ameisenhaufen tragen. Im Ameisenhaufen benehmen sich die Arbeiterameisen den Raupen gegenüber wie zu ihren eigenen Larven – sie füttern und säubern sie. Als Larven, verbringen die Raupen im Ameisenhaufen sieben bis acht Monate und im Frühjahr nehmen sie als Puppen den Raum vor dem Ausgang aus dem Ameisenhaufen ein, woher sie als erwachsene Schmetterlinge ausfliegen. In Kroatien wurde diese Art zum ersten mal erst 2004 im Nationalpark Plitvice See notiert, danach wurden nur noch zwei Lokalitäten im Kontinental- und Berg-Teil Kroatiens entdeckt, wovon eine auch der Naturpark Papuk ist.

Heute ist das gesamte Wiesen-Ökosystem vom Aussterben gefährdet, wegen dem Schwinden traditioneller, wenig intensiver Landwirtschaft, welch sich auf dem Mähen und Weiden der Wiesen basierte. Wiesen und Weiden auf welchen Gebüsch und Dickicht wächst, sind kein guter Lebensraum für die auf Wiesen lebenden Arten.